Pressemitteilungen mit dem Schlagwort: Bilanz

06.10.2025 | Bayerische Sparkassen

Kreditnachfrage im Aufwind – Sparkassen spielen eine Schlüsselrolle für die Transformation der Wirtschaft

Deutschland braucht Investitionen, damit die Wirtschaft wieder auf einen stabilen Wachstumspfad zurückkehrt, Innovationen und Arbeit schafft. Das vom Bund bereitgestellte Sondervermögen, davon 15,7 Milliarden Euro für Bayern, reicht dazu nicht aus. Die bayerischen Sparkassen spielen deshalb eine Schlüsselrolle für die Investitionsfinanzierung in Bayern. In den ersten 8 Monaten 2025 konnten sie das Kreditgeschäft erfolgreich ankurbeln: Ihre Darlehenszusagen lagen deutlich über dem Vorjahresniveau. Mit 10,7 Milliarden Euro konnten 22,2 Prozent mehr Mittel für Unternehmen bereitgestellt werden als im gleichen Vorjahreszeitraum. Auch bei den Privatkunden hat das Kreditgeschäft wieder Fahrt aufgenommen, hier vor allem bei den Wohnungsbaufinanzierungen: Die Zusagen für private Wohnbaukredite lagen um 31 Prozent über denen des Vorjahreszeitraums. Insgesamt wurden 19,8 Milliarden (+25,9 Prozent) mehr Kreditmittel zugesagt als in den ersten 8 Monaten 2024. Das Kreditvolumen der bayerischen Sparkassen stieg um 2,1 Milliarden (+321 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum) Euro auf nunmehr insgesamt 173,9 Milliarden Euro. Matthias Dießl, Präsident des Sparkassenverbands Bayern, freut sich über die Trendwende: „Wir brauchen jetzt ganz verstärkt Investitionen um wieder eine gesunde Entwicklung unserer Volkswirtschaft zu meistern. Die Sparkassen verbinden als Hausbanken regionale Nähe mit fachkundiger Beratung und schaffen den Zugang zu staatlichen Fördermitteln, die ein effizienter Hebel zur nachhaltigen Transformation sind und sozusagen die vorhandenen Kreditmittel vervielfältigen.“

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25.02.2025 | Bayerische Sparkassen 2024: Agil unterwegs. Vor Ort verwurzelt.

Dießl: Sparkassen bieten stabile Infrastruktur für Zukunftsinvestitionen

Schlaglichter zum Jahr 2024:

  • Die bayerischen Sparkassen blicken auf ein Jahr 2024 zurück, in dem sich ihre Erträge weiter stabilisierten. Damit können sie ihre Rolle als Finanzierungspartner Nr. 1 in den bayerischen Regionen weiterhin zuverlässig ausfüllen. 
  • Nachdem der massive Einlagenzustrom der Negativzinsjahre 2023 unterbrochen worden war, stiegen die Einlagen 2024 wieder um 3,6 Prozent an. (7,1 Milliarden Euro). Das Einlagenvolumen erreichte damit 203,4 Milliarden Euro:
    • Ein Großteil davon floss in Eigenemissionen und Termingelder, doch auch die Sichteinlagen stiegen wieder leicht an (2024: +1,9 Prozent, 2023: -12,1 Prozent). Spareinlagen hingegen wurden auch 2024 wieder reduziert (-3,3 Milliarden Euro), allerdings nicht mehr im selben Ausmaß wie 2023 (-7,1 Milliarden Euro).
    • 2024 setzte sich auch das Wachstum des Wertpapiergeschäfts fort: Der Umsatz im Kundenwertpapiergeschäft stieg um 22,3 Prozent auf 36,6 Milliarden Euro. Gehandelt wurden vornehmlich festverzinsliche Wertpapiere und erstmals wieder vermehrt Investmentfonds (+37,9 Prozent).
    • Insgesamt konnten die Kunden 2024 trotz hoher Lebenshaltungskosten 9,5 Milliarden Euro an neuem Geldvermögen bilden, davon 8,1 Milliarden bei privaten Kunden (+248 Prozent).
    • Der Einlagenüberhang der bayerischen Sparkassen stieg 2024 auf nunmehr 32 Milliarden Euro. Damit konnten sie auch im dritten Jahr nach der Zinswende wieder steigende Zinserträge erzielen.
  • Das Kreditvolumen der bayerischen Sparkassen wuchs allerdings 2024 wie im Vorjahr lediglich leicht an und erreichte 171,8 Milliarden Euro.Mit einer Wachstumsrate von 0,9 Prozent im Bestand bleibt der Kreditbestand auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Das Kreditjahr 2024 gehört aber infolge der Investitionszurückhaltung der Unternehmen wie 2023 zu den schwächsten der vergangenen 15 Jahre.
  • Das Kreditneugeschäft erholte sich 2024 leicht: Nach einem Einbruch um knapp ein Drittel (‑32,2 Prozent) in 2023 wuchsen die Darlehenszusagen ausgehend von diesem niedrigen Niveau um 7,3 Prozent.
    • Die Darlehenszusagen an Unternehmen und Selbständige, die über die Hälfte der Neukredite ausmachen nahmen dabei um nur 0,2 Prozent zu, sie betrugen 14 Milliarden Euro.
    • Im Neugeschäft mit privaten Kunden zeigt sich hingegen ein Zuwachs von 20,7 Prozent (2023: -41,6 Prozent). 90 Prozent daraus kommen aus dem wieder angelaufenen Geschäft mit Wohnungsbaudarlehen.
    • Das Immobiliengeschäft der bayerischen Sparkassen hat in 2024 insgesamt eine leichte Trendwende erlebt: 2024 wurden ausgehend vom niedrigen Niveau der Vorjahre (2023: -43 Prozent, 2022: -12 Prozent) insgesamt 21,7 Prozent mehr Wohnungsbaufinanzierungen abgeschlossen als 2023 – davon fast zwei Drittel von Privatkunden. Der größte Teil davon fließt allerdings nicht in den Neubau, sondern in den Erwerb und die Sanierung von Immobilien.
  • Der Zinsüberschuss stabilisierte sich nach einem Jahrzehnt der Null- bis Negativzinsen auf einem auskömmlichen Niveau (-1,8 Prozent nach +33 Prozent in 2023).
  • Das deutliche Wachstum im Provisionsüberschuss von 6,5 Prozent wurde allein durch einen Anstieg im Verwaltungsaufwand verbraucht.
  • Die Cost-Income-Ratio stieg leicht auf 53,1 Prozent (2023: 51,2 Prozent).

Im laufenden Jahr 2025 erwarten die bayerischen Sparkassen ein stabiles operatives Geschäft. Vor dem Hintergrund der Entwicklung der Wirtschaftslagedürfte allerdings abermals eine wachsende Risikovorsorge erforderlich werden.

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