18.11.2025 | Wissenschaftspreis 2025 der bayerischen Sparkassen

Zukunftsthemen im Visier: Veränderungsbereitschaft, Künstliche Intelligenz und Wirtschaftswachstum

Die Preisträger zusammen mit ihren Profs und den Laudatoren auf der Preisverleihung

Heute hat Matthias Dießl, Präsident des Sparkassenverbands Bayern, in München drei junge Akademikerinnen und Akademiker mit dem Wissenschaftspreis 2025 der bayerischen Sparkassen ausgezeichnet. Dießl freute sich: „Mit der Verleihung dieses Preises möchten wir nicht nur herausragende Leistungen würdigen, sondern auch ein Zeichen setzen: Wissenschaftliche Exzellenz und innovative Forschung sind die Schlüssel zu einer erfolgreichen Zukunft für unsere Branche. Die Arbeiten, die heute ausgezeichnet werden, sind ein Beweis für das hohe Niveau der wissenschaftlichen Arbeit, die in unseren Universitäten und Hochschulen betrieben wird. Sie zeigen Praxisrelevanz und Innovationskraft hautnah und leisten einen wertvollen Beitrag zu einem besseren Verständnis von Themen wie Veränderungsnotwendigkeit, Künstlicher Intelligenz und dafür, wie Schumpeters Theorien sich auch heute noch auf die wirtschaftliche Entwicklung anwenden lassen. Auch in unserem zweiten Wettbewerbsjahr wurden wieder ausnahmslos exzellente Abschlussarbeiten mit Bezug zur Kreditwirtschaft nominiert, der Jury fiel die Entscheidung nicht immer leicht.“

Der Wissenschaftspreis der bayerischen Sparkassen steht unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministers für Wissenschaft und KunstMarkus Blume. Er betont, wie wichtig die Nähe zwischen Forschung und Anwendung im täglichen Wirtschaftsleben für den Freistaat ist: „Die ausgezeichneten Arbeiten beweisen: Forschung ist dann am wertvollsten, wenn sie Wirkung entfaltet – in der Wirtschaft, in der Gesellschaft und am besten auch im Alltag der Menschen. Der Wissenschaftspreis der bayerischen Sparkassen macht genau diese Brücke sichtbar. Mein herzlicher Glückwunsch gilt den Preisträgerinnen und Preisträgern, die heute zeigen, wie wissenschaftlicher Fortschritt Zukunft formt.“

Aufgerufen zur Nominierung waren wieder alle wirtschaftswissenschaftlichen und thematisch naheliegenden Lehrstühle und Institute an bayerischen Hochschulen. Gesucht waren herausragende wissenschaftliche Arbeiten mit Bezug zur Kreditwirtschaft aus den drei Kategorien „Beste Bachelor-Arbeit“ (Heinrich Schmidhuber-Preis, 2.000 €), „Beste Master-Arbeit“ (Rudolf Stobäus-Preis, 3.000 €) und „Beste Dissertation“ (König Max I.-Preis, 5.000 €). Nominierte Arbeiten durften dabei nicht älter als ein Jahr sein. Kriterien für die Auszeichnung mit dem Forschungspreis sind unter anderem der Transfer Wissenschaft – Praxis, das Nutzenpotenzial für die Kreditwirtschaft und die Innovationskraft bzw. der Neuheitswert der Thesen. Die Auswahl der jeweils besten Arbeiten traf eine Jury aus Mitgliedern des Wissenschaftlichen Beirats beim Sparkassenverband Bayern.

Große Anerkennung für die beste Bachelor-Arbeit ging an Florian Schlagbauer (Betreuung: Prof. Sandra Hamella, OTH Regensburg) für seine Arbeit ‚Strategische Wandlungsfähigkeit etablierter Banken - Eine Analyse auf Basis des Resource-Based Views und der Dynamic Capabilities‘. Der Preisträger betont den hohen Stellenwert der Veränderungsbereitschaft nicht nur für Banken: „Diese Auszeichnung ist für mich ein bedeutender Erfolg, der erst durch bewusste Veränderungen in meiner beruflichen Laufbahn möglich wurde. Zur Wahrheit gehört daher auch, dass Veränderung ein wesentlicher Bestandteil von Erfolg ist. Der Preis ist für mich zugleich eine Bestätigung und Motivation, meine Kenntnisse in der Finanzwirtschaft weiter zu vertiefen.“

Als beste Master-Arbeit wurde ‚Financing the Future: Using Artificial Intelligence to Predict the Sustainability Impact of Innovations’ von Cristina Jakob (Betreuung: Prof. Claudia Doblinger, Technische Universität München, Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit) ausgezeichnet. Sie unterstreicht die lebendige Verzahnung von Forschung und Praxis durch den Wissenschaftspreis: „Die Möglichkeit, meine Erkenntnisse mit der Praxiswelt zu teilen beweist für mich, dass man schon während des Studiums Großes bewegen kann!"

In der Kategorie „Beste Dissertation“ sprach sich die Jury für eine geldtheoretische Arbeit aus. Die Auszeichnung geht an ‚The Role of the Financial System for Economic Development: Empirical Evidence for Schumpeter's Monetary Analysis‘ von Dr. Thomas Haas (Betreuung: Prof. Peter Bofinger, Universität Würzburg), der ebenfalls hervorhebt: „Ich empfinde die Auszeichnung als besondere Bestätigung für die intensive Arbeit an meiner Dissertation. Dass dabei auch die praktische Bedeutung meiner Forschung gewürdigt wird, freut mich ganz besonders. Die Auszeichnung gibt mir zusätzlichen Ansporn, mich auch weiterhin aktiv mit spannenden ökonomischen Fragestellungen auseinanderzusetzen.

Im zweiten Jahr der Preisvergabe ist die Zahl der Nominierungen für den Wissenschaftspreis, der besondere Arbeiten im Umfeld der Kreditwirtschaft herausstellen und die wissenschaftliche Leistung der Verfasserinnen und Verfasser explizit würdigen soll, weiter angestiegen. Die Preisträger waren sich heute jedenfalls einig: Der Preis gibt Rückenwind für die weitere berufliche Entwicklung und motiviert gleichzeitig diejenigen, die ihren Abschluss noch vor sich haben.

Präsident Dießl resümierte: „Die drei Preisträger stehen stellvertretend für alle für den Wissenschaftspreis 2025 Nominierten. Am Ende gibt es immer nur eine Person, die den Preis mitnimmt, doch auch die anderen jungen Talente stehen für höchst engagierte Arbeit und wissenschaftliche Exzellenz. Sie haben einen wertvollen Beitrag zur Wissenschaft und zur Weiterentwicklung unserer Branche geleistet, der letztlich unsere Wirtschaft und Gesellschaft voranbringt. Wir sagen danke!“

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